Praxisbeispiel einer BLP-Auftragszeilenkalkulation

Wert, Vermögenseinsatz & Renditen für die Bottom Line (Fakturenzeile)

BLP-Auftragskalkulation (Praxisbeispiel)
BLP-Auftragskalkulation (Praxisbeispiel)

Die Wertschaffung jedes Einzelgeschäfts, das heißt einer Fak-turenzeile, wird mit der BLP-Auftragskalkulation der Bottom Line Profitability ermittelt. Dazu wird der Fakturensatz um die DuPont-Wertkennzahlen der BLP-Kalkulation erweitert (siehe Beispielrechnung). Der Wertbeitrag ist das operative Nettoer-gebnis, das nach Abdeckung der prozeßbasierten Vollkosten eines Geschäfts einschließlich risikogerechter WACC-Gesamt-kapitalkosten erzielt wird, weil der Kunde bereit ist, die für ihn dadurch erreichte Nutzenstiftung zu bezahlen. So zeigt das Praxisbeispiel einen Real McCoy (Wahrer Jakob) vor (RMC=-11,88 Euro) und einen Economic Value Added (EVA=-11,88 Euro. weil keine Steuergutschrift erfolgte) nach Steuern (WACC=Weighted Ave-rage Cost of Capital). Für die Abwicklung dieses Geschäfts war ein fraktaler (anteiliger) Vermögens-einsatz der Distribution (Capital Employed) von 92,00 Euro erforderlich, der präzise über die Kapita-lisierung der in den Prozeßkosten enthaltenen WACC-Zinsen ermittelt wird wie bei diesem Beispiel der BLP-Kalkulationsregeln: 2,06 Euro Forderungszinsen aus der Verzinsung des Auftragsumsatzes für 42 Tage Außenstandsdauer mit dem WACC-Satz. Aufgrund der prozeßbasierten G&V (Wertbeitrag) und des Capital Employed werden die Renditen ermittelt: Umsatzrendite, Kapitalproduktivität und Kapi-talrenditen: Bottom Line Profitability (BLP vor) & Return on Capital Employed (ROCE nach Steuern).

Zweistufige Prozeßkostenkalkulation gemäß DuPont-Werttreiberbaum

Zweistufige Cost plus-Kalkulation
Zweistufige Cost plus-Kalkulation

In der BLP-Auftragskalkulation erfolgt nach der zweistufigen

Cost plus-Kalkulation, bei der der Materialeinsatz (Cost

=169,62 Euro) um die Prozeßkosten der Wertschöpfungspro-

zesse (plus=63,66 Euro) angereichert wird, die durch die Ab-wicklung dieses Geschäfts verursacht wurden. Die Kundenauf-tragskalkulation zeigt nur die Distributionsprozesse, wäh-rend die Produktionsprozesse im Wareneinstand enthalten sind (Total cost of goods sold). Durchgängiges Gliederungsschema der Auftragskalkulation ist der DuPont-Werttreiberbaum. 

Zehn Merkmale der Bottom Line-Kalkulation

Zehn Merkmale der Bottom Line-Kalkulation
Zehn Merkmale der Bottom Line-Kalkulation

Grundlage der BLP-Auftragskalkulation ist das Bottom Line-Prinzip, das durch zehn Merkmale gekennzeichnet ist:

(1)  Bottom Line des Geschäfts (kleinster Teilmarkt)

(2)  Ergebniszeile der Auftragskalkulation am Point of Sale

(3)  mit Parallelkalkulation von EBIT, Wertbeitrag, Cashflow  

(4)  auf Basis des Mengengerüsts der Kosten hinter den

      Kostenwerten

(5)  nach allen Wertschöpfungsprozessen der gesamten

      Wertschöpfungsstrecke (Produktion & Distribution)

(6)  anteiliger Vermögenseinsatz des Einzelgeschäfts  

(7)  unterste Ertragsresultante des DuPont-Werttreiberbaumes

(8)   unterste Projektresultante des DuPont-Werttreiberbaumes über den Lebenszyklus  

(9)   Preisfindung und Preisbeurteilung bei Auftragsabschluß am Point of Sale

(10) kleinstes Ergebnisobjekt für die Kalkulationskontrolle (Abstimmbrücken).