Cost plus-Kalkulation mit Abstimmbrücken

Prozeßorganisation: Wer von Gemeinkosten redet, kennt seine Prozesse nicht

Wertschöpfungsprozesse für Produktion & Distribution (Kalkulationsformel)
Wertschöpfungsprozesse für Produktion & Distribution (Kalkulationsformel)

Unternehmen sind zweistufige Prozeßorganisationen, die nut-zenstiftende, marktgängige Waren und Leistungen produzieren und/oder beschaffen (Produktion) sowie diese ihren Kunden liefern oder implementieren (Distribution). Herstellung und Warenvermittlung geschieht, indem ein bezogener Material-einsatz ("Cost") verursachungsgerecht um die Prozeßkosten ("plus") der Wertschöpfungsprozesse angereichert wird, der durch die Abwicklung des Geschäftsvorgangs in Produktion oder Distribution beansprucht wurde. Infolge der wahrgenom-menen Nutzenstiftung ist der Kunde bereit, die Cost plus-Umsatzkosten einschließlich auskömmlichem Profit im Ver-kaufspreis zu vergüten. Deswegen wird eine zweistufige Cost plus-Kalkulation für jeden Geschäfts-vorgang benötigt, mit der die prozeßbasierten Umsatzkosten verursachungsgerecht entsprechend seiner Geschäftsart und das operative Nettoauftragsergebnis ermittelt werden: Barverkäufe bean-spruchen keine Absatzkreditgewährung. 

Wie kann man mit M&P-Hilfe eine BLP-Kalkulation kurzfristig installieren?

Eine Auftragskalkulation der Bottom Line Propfitability (BLP) auf Basis des Bottom Line-Prinzips steht häufig nicht zur Verfügung, kann jedoch einfach implementiert werden. M&P verfügt über lang-jährige Praxiserfahrungen und ein praxiserprobtes Vorgehensmodell, Cost plus-Auftragskalkula-tionen zu implementieren. Erfahrungsgemäß läßt sich ein Cockpit-Pilotsystem innerhalb eines halben

Jahres im Praxisbetrieb installieren.

Die Einzelheiten dazu finden Sie unter  Realisierungsprojekt. Sollten Sie hierbei Hilfe brauchen,

rufen Sie uns an: Jens C. Ruhsert, Tel. 089.307 280-40 oder Email j.ruhsert@maison-partner.de.

Renditebasierte Entscheidungsbasis für Verkäufer am Point of Sale

Schließung der Steuerungslücke für die Verkäufer am Point of Sale
Schließung der Steuerungslücke für die Verkäufer am Point of Sale

In der Prozeßorganisation zeigt die Kalkulationsformel die Wertschöpfungsprozesse des Unternehmens über die gesamte Wertschöpfungsstrecke, auf die die Kunden beim Kauf von Waren und Leistungen zugreifen. Wer daher von Gemeinkosten redet, kennt seine Prozesse nicht. Die Kalkulation der Bottom Line Profitability erfordert eine Umstrukturierung der mehr-stufigen Deckungsbeitragsrechnung in die Prozeßorganisation mit prozeßbasierter Kostenstellenrechnung, mengenbasier-ter, dynamischer Fortschreibung der Prozeßpreise und die BLP-Auftragskalkulation zur Schließung der Steuerungslücke.

Zweistufige Cost plus-Auftragskalkulation der Bottom Line Profitability

Zweistufige Cost plus-Kalkulation
Zweistufige Cost plus-Kalkulation

Für Entwicklung und Fortschreibung der renditebasierten Wett-bewerbsstrategie sind richtige Wertbeiträge bzw. Kapitalren-

diten der Marktsegmente unerläßlich, weil sie für Auftragsab-schlüsse entscheidungsrelevant sind. Bei der prozeßbasierten BLP-Auftragskalkulkation wird der Materialeinsatz ("Cost") um die Prozeßkosten der Wertschöpfungsprozesse ("plus") angerei-chert, die durch die Auftragsabwicklung verursacht wurden.

Dies gilt sowohl für Fertigungsaufträge (Produktion) als auch für Kundenaufträge (Distribution) und erfordert die zweistu-fige Cost plus-Auftragskalkulation zur Ermittlung der Herstellkosten- und Nettoverkaufspreise.

Zuordnungstabelle der Geschäftsprozesse zu den Geschäftsvorgängen

Zuordnungstabelle der von den Vorgängen beanspruchten Prozesse
Zuordnungstabelle der von den Vorgängen beanspruchten Prozesse

In der Prozeßzuordnungtabelle wird in einfacher Form fest-gelegt, welche Geschäftsprozesse durch die Auftragswicklung einer Geschäftsvorgangsart beansprucht werden. Dazu ist für jeden Geschäftsprozeß die Preiseinheit der beanspruchten

Prozeßausbringungsmenge und der Prozeßpreis festgelegt. Im Beispiel gibt es Preiseinheiten pro Zeile, pro Auftrag und pro Anlieferung. Im Hinblick auf die zu kalkulierende Auf-tragszeile ergeben sich daraus zeilenanzahlabhängige  Skalen-erträge: Die Anlieferung eines Ersatzteiles (eine Zeile pro An-lieferung) kostet bei der Vorgangsart Lagerzufuhr (DOS) 30 Euro, bei der Anlieferung von zehn Zeilen pro Zufuhr jedoch nur 10,03 Euro pro Zeile, wie es der

aktuellen Prozeßsituation entspricht.

BLP-Auftragskalkulation für sieben Finanzformate

BLP-Auftragskalkulation nach Finanzformate
BLP-Auftragskalkulation nach Finanzformate

Die BLP-Kundenauftragskalkulation erfolgt als Cost plus-Kalku-lation für alle Komponenten des DuPont-Werttreiberbaumes und ermittelt alle Wertkennzahlen für folgende sieben Finanzformate, die für die Fakturenzeile kalkuliert und zu beliebigen Marktsegmenten verdichtet werden können:

1. Projektabschluß nach Finanzformaten (Schlüsselkennzahlen)

2. primärkostenbasierte G&V

3. prozeßbasierte Geschäftswertbeitragsrechnung (GWB)

4. Cashflow-Kalkulation

5. prozeßbasierter Vermögenseinsatz (Capital Employed)

6. bilanzieller Vermögenseinsatz (handelsrechtlich)

7. Kurzfristige Liquiditätsplanung.

Die Prinzipskizze zeigt den Wertefluß und beschreibt eine zweistufige Vorgehensweise für den Fall, daß in einer Projektphase 1 mit vorhandenen Kalkulationen begonnen und danach zur prozeß-

basierten Prozeßkostenrechnung für Produktion und Distribution erweitert wird.

Prozeßkostenrechnung: Grundlage der BLP-Auftragskalkulation

Prozeßbasierte Kostenstellenrechnung
Prozeßbasierte Kostenstellenrechnung

Grundlage der BLP-Kalkulation ist die Prozeßkostenrechnung, das heißt die prozeßbasierte Kostenstellenrechnung für die

Prozeßkostenerfassung aller Wertschöpfungsprozesse der Pro-duktion und Distribution (Time-driven Activity-based Costing). Dabei ist die vollständige Umlage von Hilfstellen auf die Pro-zeßstellen sichergestellt. Da jede Prozeßstelle Kalkulations-faktor in der BLP-Cost plus-Auftragskalkulation ist, wird da-durch die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung ersetzt. Die Prozeßkosten werden mit ihrer Primärkostenschichtung er-faßt und mit dieser in die BLP-Auftragskalkulation verrechnet.

Erforderlich für jeden Prozeß ist die dynamische Fortschreibung des Prozeßpreises auf Basis der glei-tenden Zwölfmonatswerte für angefallene Prozeßkosten und handikapgewichtete Prozeßmengen. 

Abstimmbrücke sichert Validität der Prozeßkalkulation

Prozeßkostenkalkulation mit Abstimmbrücke
Prozeßkostenkalkulation mit Abstimmbrücke

Die Validität der BLP-Auftragskalkulation wird über Abstimm-brücken für G&V und Bilanz (Vermögenseinsatz) kontrolliert, indem die in der Auftragskalkulation verrechneten Prozeß-kosten den in der Finanzbuchhaltung angefallenen gegenüber-gestellt werden. Dabei werden die unverrechneten Prozeß-kosten je Prozeß laufend daraufhin überprüft, ob Korrektur-maßnahmen für die dynamische Prozeßpreisbildung erforder-lich sind. Dies gilt für Produktion und Distribution. Die Prozeß-kostenrechnung steht häufig nicht zur Verfügung, kann jedoch

einfach organisatorisch implementiert werden.

Abstimmbrücken für Prozeßkosten & Vermögenseinsatz (Praxisbeispiel)

Abstimmbrücken für G&V und Bilanz: Praxisbeispiel
Abstimmbrücken für G&V und Bilanz: Praxisbeispiel

Die in der BLP-Auftragskalkulation für die Fakturenzeile ermit-

telten Wertbeiträge müssen richtig sein, weil sie für die Aus-richtung der renditebasierten Wettbewerbsstrategie allein ent-

scheidungsrelevant sind. Deswegen wird mittels Abstimm-

brücken laufend für jeden Wertschöpfungsprozeß kontrol-liert, inwieweit die angefallenen Prozeßkosten in die Kosten des Umsatzes verrechnet wurden beziehungsweise, ob die un-

verrechneten Prozeßkosten eine Korrektur des Prozeßpreises erforderlich machen. Dasselbe gilt für die Verrechnung des fraktalen Vermögenseinsatzes (Capital Employed), der durch die Abwicklung des Umsatzes verursacht wurde. Siehe Praxis-beispiel einer Abstimmbrücke für eine Unternehmensgruppe mit 261 Mio€ Umsatz aus der Verdich-

tung von 646.000 BLP-Auftragskalkulationen (jährliches Geschäftsvolumen) und einem Vermögens-einsatz von 103 Mio€.